Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte RKW Kompetenzzentrum und das Johann Heinrich von Thünen-Instituts für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen haben heute den Women Entrepreneurship Monitor 2024/25 veröffentlicht, eine Sonderausgabe des Länderberichts Deutschland des Global Entrepreneurship Monitors (GEM).
Laut dem Bericht war die GEM-Gründungsquote der Frauen im Jahr 2024 mit 8,5 Prozent so hoch wie nie zuvor. Die Quote wird als Anteil derjenigen 18- bis 64-Jährigen an allen Personen dieser Altersgruppe definiert, die während der letzten 3,5 Jahre ein Unternehmen gegründet haben und/oder gerade dabei sind, ein Unternehmen zu gründen. Damit stieg die GEM-Gründungsquote der Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte.
Parlamentarische Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragte Gitta Connemann:
Der Women Entrepreneurship Monitor macht Mut. Immer mehr Frauen gründen oder übernehmen. Das ist Zukunft. Denn unser Land braucht starke Frauen, die Ideen haben und umsetzen. Auch für unseren Wirtschaftsstandort. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Für morgen.
Doch: Es geht noch mehr Potential. Frauen gründen nach wie vor seltener als Männer.
Deshalb müssen wir wissen, was Gründerinnen und Nachfolgerinnen bremst. Was sie motiviert. Was sie wirklich brauchen. Der Bericht zeigt genau das. Klar. Verständlich. Hilfreich. Unsere Aufgabe? Einfach – und anspruchsvoll zugleich. Wir stärken den Rücken. Wir schaffen Freiräume. Wir verbessern Bedingungen – zum Beispiel die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Selbständigkeit. Wer eine Idee hat, soll gründen können. Schnell. Unkompliziert. Mutig. So bringen wir Tempo ins Gründungsgeschehen. So sichern wir den Mittelstand von morgen. So stärken wir die Zukunft unserer Wirtschaft.
Durch den Anstieg bei Gründungen durch Frauen kam es zudem zu einer Verringerung des Gendergaps: Während die GEM-Gründungsquote der Männer im Jahr 2023 um 3,4 Prozentpunkte höher war als die der Frauen, waren es im Jahr 2024 nur noch 2,5 Prozentpunkte. Der Gendergap bei Gründungen schließt sich also immer mehr.
Mit diesem Wert bewegt sich Deutschland beim GEM im vorderen Drittel, 20 der 31 Vergleichsländer mit hohem Einkommen haben größere Geschlechterunterschiede in den Gründungsquoten, wie beispielsweise Norwegen, wo der Unterschied ganze 7,6 Prozentpunkte betrug.
Zum Global Entrepreneurship Monitor (GEM): Der GEM-Länderbericht Deutschland wird auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Kooperation zwischen dem RKW Kompetenzzentrum und dem Johann Heinrich von Thünen Institut für Innovation und Wertschöpfung der Leibniz Universität Hannover erstellt. Die Ergebnisse des Länderberichts basieren auf Befragungen von Bürgerinnen und Bürgern in 51 Ländern sowie Befragungen von Gründungsexpertinnen und -experten in 56 Ländern. Der GEM-Bericht ermöglicht seit 26 Jahren eine vergleichende Betrachtung der Gründungsaktivitäten in den über 50 teilnehmenden Ländern.
Text: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
