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Von KI bis Biotech: Rund 50 Start Ups präsentieren auf der IFAT Munich neue Lösungen

by Redaktion

Mit Bakterien gegen chemische Schadstoffe

Um Mikroplastik und andere Kontaminationen wie PFAS, Pestizide oder Arzneimittel abzubauen, nutzt das Unternehmen CellX Biosolutions hochleistungsfähige, bakterienbasierte Produkte. Dazu entwickelte es eine Technologie, die an belasteten Orten – wie Kläranlagen, Flüssen, Seen, Böden oder im Grundwasser von Industriestandorten – seltene Bakterien einfängt, die gezielt von bestimmten chemischen Schadstoffen angezogen werden. „Im Labor isoliert und kultiviert lassen sich daraus einzigartige Bakterienkonsortien herstellen, die chemische Verunreinigungen direkt in industriellen Prozessen – zum Beispiel in Abwasserbehandlungsanlagen – abbauen“, schildert Estelle Clerc. Nach den Worten der Geschäftsführerin des im Jahr 2024 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich/Schweiz gegründeten Startups werden derzeit Partner für Labor- und Industriepilotprojekte gesucht. Das können zum Beispiel Chemieunternehmen, PFAS-Anwender oder Eigentümer kontaminierter Standorte sein. Mit diesen soll die Technologie unter Verwendung von realem kontaminiertem Wasser und Boden getestet und skaliert werden. „Unser längerfristiges Ziel ist, dass Anbieter von Abwasser- und Bodenaufbereitungstechnologien unsere bakteriellen Produkte kaufen und an den Standorten der Endnutzer einsetzen. Die vollständige Kommerzialisierung soll im Jahr 2028 beginnen”, so die Mitgründerin des Biotech-Unternehmens.

Text: Messe München GmbH

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