Mit dem UNESCO-Welterbetag, hochkarätigen Fachtreffen und zahlreichen Jubiläen wird das UNESCO-Welterbe in Deutschland 2026 zum Schaufenster für die Vielfalt und Bedeutung der 55 deutschen Welterbestätten.
UNESCO-Welterbetag am 7. Juni 2026
Unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung – UNESCO-Welterbetag 2026“ wird der UNESCO-Welterbetag am 7. Juni 2026 vor Ort und digital gefeiert. Der Aktionstag lädt dazu ein, die Welterbestätten als lebendige Orte der Begegnung und Inspiration zu erleben. Die bundesweite Eröffnung findet dieses Jahr in Regensburg statt, einer Stadt, die selbst ihr 20. Jubiläum auf der UNESCO-Liste feiert.
Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das historische Einblicke, kulturelle Highlights und interaktive Vermittlungsangebote umfasst. Mit Workshops, Führungen und kulturellen Darbietungen wird das Motto des Jubiläums lebendig.
Jahrestagung in Trier – 19. bis 21. Mai 2026
Im Mai wird die Jahrestagung der deutschen Welterbestätten in Trier ausgerichtet. Fachleute, Entscheidungsträger:innen und Interessierte kommen hier zusammen, um über den Erhalt, die Vermittlung und die Weiterentwicklung des Welterbes zu diskutieren. Im Fokus der Veranstaltung stehen die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Bereich des Welterbemanagements.
Die Welterbestätten auf der ITB Berlin
Vom 3. bis 5. März präsentiert der UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V. die 55 deutschen Welterbestätten auf der ITB Berlin, um Besucher aus aller Welt zu begeistern. Die ITB bietet eine Plattform, um die Bedeutung des Welterbes als nachhaltige und kulturell hochwertige Reiseziele sowie als wichtigen Baustein eines verantwortungsvollen Kulturtourismus zu positionieren.

Jubiläen der deutschen Welterbestätten 2026
Das Jahr 2026 markiert zahlreiche bedeutende Jahrestage, die die lange Geschichte und den herausragenden Wert des deutschen Welterbes feiern. 17 Stätten blicken auf wichtige Meilensteine zurück, die ihre Aufnahme in die UNESCO-Liste markieren:
- 45 Jahre
Residenz Würzburg mit Hofgarten und Residenzplatz
Speyerer Dom - 40 Jahre
Römische Denkmale, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier - 35 Jahre
Kloster Lorsch und Altenmünster - 30 Jahre
Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau
Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg
Kölner Dom - 25 Jahre
Industriekomplex Zeche Zollverein - 20 Jahre
Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof - 15 Jahre
Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Fagus-Werk in Alfeld - 10 Jahre
Das architektonische Werk von Le Corbusier - 5 Jahre
SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz
Bedeutende Kurstädte Europas – Bad Kissingen, Bad Ems, Baden-Baden
Mathildenhöhe Darmstadt
Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes + Donaulimes
Die Jubiläen bieten vielfältige Anlässe für Veranstaltungen, Sonderausstellungen und Vermittlungsformate und machen das Jahr 2026 zu einem besonderen Jahr für das UNESCO-Welterbe in Deutschland. Sie laden dazu ein, Geschichte, Kultur und Natur gemeinsam zu erleben, zu reflektieren und für kommende Generationen lebendig zu halten.
Ein Jahr voller Erlebnisse und kultureller Vielfalt
Das Jahr 2026 wird ein besonderes Jahr für die deutschen Welterbestätten. Mit zahlreichen Jubiläen, dem UNESCO-Welterbetag und weiteren Veranstaltungen wie der ITB und der Jahrestagung bietet es vielseitige Gelegenheiten, das Welterbe in all seinen Facetten zu entdecken.
Fritz S. Ahrberg, Vorsitzender des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V., sagt dazu:
„Die 55 Welterbestätten sind nicht nur kulturelle und natürliche Schätze, sondern auch lebendige Orte der Begegnung, die Menschen weltweit inspirieren. 2026 zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, dieses Erbe zu bewahren und mit Leidenschaft zu vermitteln.“
Geschichte voller Leben
Es sind die herausragenden Zeugnisse der Geschichte der Menschheit und der Natur, die mit dem Emblem des UNESCO-Welterbes ausgezeichnet werden: stumme und doch beredte Zeugen einzigartiger Kulturleistungen und Naturphänomene.
Baudenkmäler, Städteensembles, aber auch Industriedenkmäler und außergewöhnliche Naturlandschaften, werden durch das Welterbekomitee der UNESCO als Welterbestätten ausgezeichnet und somit unter einen besonderen, internationalen Schutz gestellt.
Die Welterbekonvention der UNESCO
1972 hat die Generalkonferenz der UNESCO das „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ verabschiedet. Es legt den Schutz von Kultur- und Naturgütern, die einen nachgewiesenen „außergewöhnlichen universellen Wert“ besitzen, in die Obhut der gesamten Menschheit. Mit der Unterzeichnung der Konvention verpflichtet sich jedes Land, die innerhalb seiner Grenzen gelegenen Denkmäler zu schützen und für zukünftige Generationen zu erhalten.
„UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.“
Nachhaltiges Reisen kann einen Beitrag zum Erhalt von Welterbestätten leisten. Der „UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.“ möchte die 55 deutschen Welterbestätten bekannter machen und einen behutsamen und qualitätsvollen Tourismus im denkmalverträglichen Ausmaß fördern. Damit verbindet sich die Chance, das Welterbe nicht nur der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern seinen Erhalt durch die Einnahmequelle des nachhaltigen Tourismus zu garantieren. Der Verein „UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.“ hat seinen Sitz in der Welterbestadt Quedlinburg. Er ist ein Zusammenschluss der touristischen Organisationen von Städten, Regionen und Bundesländern, in denen sich Welterbestätten befinden.
Text: UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.
