Der Weltwassertag am 22. März, zu dem die Vereinten Nationen seit 1992 aufrufen, erinnert in jedem Jahr an die Besonderheiten von Wasser als der wichtigsten Ressource allen Lebens. Er erinnert daran, dass Investitionen in sauberes Wasser, einen sicheren Zugang zu Wasser, eine Sanitärversorgung für alle Menschen sowie die Abwasserbehandlung und -entsorgung wichtig sind, um das Menschenrecht auf Wasser zu gewährleisten. Die Investitionsgüter, mit denen die Infrastruktur und die maschinentechnische Ausrüstung für den kommunalen, industriellen und landwirtschaftlichen Wassersektor weltweit stetig ausgebaut bzw. optimiert werden können, sind Produkte, die vor allem der Maschinen- und Anlagenbau zur Verfügung stellt.
Deutschland ist seit vielen Jahren eines der wichtigsten Lieferländer für innovative und effiziente Wasser- und Abwassertechnik und anlässlich des heutigen Weltwassertags bilanziert der VDMA Fachverband Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, dass diese Technik im Jahr 2025 weltweit so stark nachgefragt war wie nie zuvor.

Ausfuhren von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland mit Rekordwert
In einem Jahr, in dem u.a. Verwerfungen in der internationalen Handelspolitik, militärische Auseinandersetzungen, geringfügiges Wirtschaftswachstum und Investitionszurückhaltung in Deutschland zu politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten für Wirtschaftsakteure führten, ist es den Herstellern von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland gelungen, die internationalen Märkte überwiegend erfolgreich zu bearbeiten und damit das Vorjahresniveau sowie das bisherige Rekordniveau der Exporte aus dem Jahr 2023 deutlich zu überbieten.
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausfuhren der Branche im Jahr 2025 um 5,6 Prozent auf einen Warenwert von 1.368 Millionen Euro. Damit entwickelten sich die Ausfuhren dieses verfahrenstechnischen Teilbereichs auch positiver als die Ausfuhren des gesamten Maschinenbaus (minus 1,8 Prozent) oder der gesamten deutschen Wirtschaft (plus 1,0 Prozent).
EU-27 als Absatzregion immer wichtiger
Bezüglich der Entwicklung einzelner Absatzregionen bietet der Blick in die Statistik ein heterogenes Bild. Immer wichtiger als Absatzregion wird die EU-27. Hier stieg das Exportvolumen der heimischen Hersteller um 8,2 Prozent auf 694 Millionen Euro. Damit wurden mehr als 50 Prozent aller Exporte von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland in die anderen EU-Staaten ausgeführt.
Die deutlichsten positiven Veränderungen gab es in den vergleichsweise kleineren Absatzregionen Südostasien (plus 53,0 Prozent), Nordafrika (plus 45,3 Prozent) und Naher/Mittlerer Osten (plus 29,6 Prozent).
Für die ebenfalls wichtige Abnehmerregion Nordamerika steht eine deutlich negative Veränderungsrate zu Buche. Der Rückgang der Lieferungen um 19,8 Prozent ist ausschließlich auf das schwierige Marktumfeld im US-amerikanischen Markt zurückzuführen (minus 24,7 Prozent).
Verschiebungen bei den zehn wichtigsten Exportmärkten
Von den zehn wichtigsten Einzelmärkten für Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland entwickelten sich 2024 die Ausfuhren in acht Märkte positiv und in zwei Märkte (USA, Vereinigtes Königreich) negativ. Nicht mehr unter den Top 10 ist China – 2020 noch der wichtigste Markt – nach einem weiteren Rückgang der Lieferungen.
Mit dem Rückgang der Lieferungen in die USA verändert sich auch die Rangfolge der fünf wichtigsten Exportmärkte. Mittlerweile führt erneut Frankreich die Rangfolge an. Wasser- und Abwassertechnik im Wert von 99 Millionen Euro wurden 2025 aus Deutschland nach Frankreich geliefert. Es folgen die USA mit 86 Millionen Euro, die Niederlande (83 Millionen Euro), Polen (82 Millionen Euro) und Italien (74 Millionen Euro).
Den prozentual höchsten Zuwachs der Ausfuhren aus Deutschland in die zehn wichtigsten Märkte verzeichnete Polen mit plus 29,5 Prozent.
Text: VDMA e.V. – Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate
