KUTENO und KPA machen Bad Salzuflen vom 9. bis 11. Juni 2026 zum zentralen Treffpunkt der kunststoffverarbeitenden Industrie. Über 490 Aussteller zeigen die gesamte Wertschöpfungskette – von der Idee bis zum fertigen Kunststoffbauteil. Vorträge, Start-up-Pitch und Podiumsdiskussion setzen starke Akzente.
Wenn vom 9. bis 11. Juni 2026 das Messe-Duo KUTENO und KPA im Messezentrum Bad Salzuflen seine Tore öffnet, trifft sich die Kunststoffbranche in der Region Ostwestfalen-Lippe zu einem kompakten Branchentreff mit Signalwirkung. Gemeinsam bilden die Zuliefermesse KUTENO und die anwendungsorientierte KPA – Fachmesse für Design, Entwicklung und Beschaffung von Kunststoffprodukten ein starkes Doppel, das die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststoffverarbeitung bis in die Anwenderindustrien abdeckt – übersichtlich, arbeitsorientiert und mit einer familiären Atmosphäre.
Im Juni 2026 werden über 490 ausstellende Unternehmen erwartet, davon rund 390 auf der KUTENO und etwa 100 auf der KPA. Für Besucher aus der kunststoffverarbeitenden Industrie ebenso wie aus den Anwenderbranchen entsteht so ein konzentrierter Überblick – von Materialien, Werkzeugbau, Maschinen und Automatisierung bis hin zu konkreten Kunststoffteilen, Anwendungen und Verarbeitungskompetenz.
Zwei Messen – maximaler Nutzen
Die KPA richtet sich gezielt an Produktentwickler, Konstrukteure, Projektleiter, Einkäufer und Verantwortliche aus Qualität und Produktion in Branchen wie Automobil, Maschinenbau, Elektrotechnik, Medizintechnik oder Konsumgüter. Im Mittelpunkt stehen das Kunststoffteil und die dahinterstehende Verarbeitungskompetenz. Auf der KPA finden Besucher Spritzgießer, Thermoformer, Extrudeure, Spezialisten für Rotationsformen und additive Fertigung – kompakt gebündelt und klar auf konkrete Projekte ausgerichtet.
Die KUTENO positioniert sich als effiziente Zuliefermesse der kunststoffverarbeitenden Industrie. Sie zeigt Maschinen und Anlagen, Werkzeugbau, Automatisierung, Peripherie, Prüftechnik, Dienstleistungen sowie Compounds und Rezyklate. Besucher können ihre Projekte von der Idee bis zur Serie denken: Auf der KPA die passenden Verarbeiter und Lösungen für Bauteile, auf der KUTENO die ergänzenden Technologie- und Materialpartner für die eigene Fertigung.
Arbeitsmesse mit familiärer Atmosphäre
Das Messezentrum Bad Salzuflen im Herzen der Kunststoffregion Ostwestfalen-Lippe verstärkt diesen Charakter. Viele Unternehmen nutzen das Messe-Duo, um Netzwerke zu pflegen, neue Kooperationen anzustoßen und Projekte gemeinsam voranzubringen. Überschaubare Hallen, kurze Wege und klar strukturierte Ausstellerfelder fördern Gespräche auf Augenhöhe. Für zahlreiche Aussteller und Besucher ist das Wiedersehen in Bad Salzuflen zu einem festen Termin geworden – das „Familientreffen“ der Kunststoffbranche im Norden, auf das man sich schon lange im Voraus freut.
KPA-Vortragsprogramm: Impulse für Design und Prozesse
Ein kompaktes Vortragsprogramm vertieft auf der KPA Themen rund um Bauteilgestaltung, innovative
Verfahren und Materialfragen. Beispiele:
- Ron Horeth (Reichle Technologiezentrum GmbH) zeigt unter dem Motto „Design ohne Grenzen“, wie laserbasierte Oberflächentechnologien neue Funktionen und Effekte direkt in die Oberfläche integrieren – von Ultra-/Low-Gloss als Lackersatz bis zu intelligenten Durchleuchtungskonzepten.
- Lars Klattig (ENGEL) erläutert, wie Markenvielfalt, moderne Maschinentechnologie und KI-Lösungen zu stabilen, transparenten und effizienten Spritzgussprozessen beitragen.
- Dr. Nicolai Lammert (Yizumi Germany GmbH) stellt mit „SpaceA“ einen Ansatz vor, wie granulatbasierter 3D-Druck wirtschaftlich in der Serienproduktion eingesetzt werden kann.
- Manuel Schmellenkamp (BARLOG Plastics GmbH) zeigt, wie Metallersatz mit hochverstärkten Kunststoffen Kosten senkt, Gewicht reduziert, Ressourcen schont und die Produktleistung steigert.
KUTENO-Vortragsprogramm: Praxiswissen für die Kunststoffproduktion von morgen
Auch die KUTENO bietet ein breites Vortragsprogramm zu den Zukunftsthemen der Kunststoffindustrie. Beispiele sind „Spritzgießen 2030 – Was auf den Spritzgießer und Formenbauer zukommt“ (Marius Fedler, Kunststoff-Institut Lüdenscheid), PFAS-freie Polymerverarbeitungshilfsmittel der nächsten Generation (Dr. Michael Göschl, Gabriel-Chemie), Energieeinsparung von über 30 Prozent im Spritzguss- und Extrusionswerkzeug (Rudolf Hein, Konstruktionsbüro Hein), KI-gestützte Prozessoptimierung und Real Time Release Testing mittels Forminnendruckmessung (Markus Raffelsieper, Kistler Instrumente GmbH), Rezyklatverarbeitung im Spritzguss (Ulf Moritz, ARBURG) sowie Ressourceneffizienz durch Biokunststoffe und Rezyklate (Carolin Theunissen, FKuR Kunststoff GmbH).
Start-up-Pitch: Acht junge Unternehmen, eine Stunde, maximale Innovationsdichte
Ein Highlight ist der Start-up-Pitch am 10. Juni von 15:30–16:30 Uhr unter dem Motto „Zukunft formen:
Innovative Ideen für die Kunststoffindustrie“. Acht junge Unternehmen präsentieren Lösungen von neuen Materialien über digitale Technologien bis hin zu nachhaltigen Geschäftsmodellen. In nur einer Stunde erhalten Besucher einen kompakten Überblick über wichtige Innovationen und können direkt mit potenziellen Entwicklungspartnern, Lieferanten oder Finanzierungsoptionen ins Gespräch kommen. Moderation: Dr. Ron Brinitzer, präsentiert von kunststoffland NRW.
Podiumsdiskussion: Wie die deutsche Kunststoffindustrie 2026 Kurs halten kann
Ebenfalls im Fokus steht eine Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung:
„Zwischen Zuversicht und Zweifel. Wie die deutsche Kunststoffindustrie trotz Krisen, Kriegen und Konkursen im Jahr 2026 den Kurs halten kann“.
Es diskutieren Marc Tesche (Babyplast), Ralf Eberle (Clickplastics), Dr. Ron Brinitzer (kunststoffland NRW) und Christian Preiser, Chefredakteur „Kunststoff Information“ (KI.PIE Group). Die Runde bietet einen offenen Reality-Check, zeigt Risiken und Chancen und gibt Orientierung, welche Strategien Unternehmen jetzt brauchen, um Kurs zu halten. Moderiert wird die Diskussion von Christian Preiser, präsentiert von der KI.PIE Group.
Termin: 9. bis 11. Juni 2026, Ort: Messezentrum Bad Salzuflen
Text: Easyfairs Deutschland GmbH
