Ressourcen werden knapp, Kosten explodieren – klassische Effizienzkonzepte stoßen an ihre Grenzen. Das VDMA‑Technologieforum auf der AMB zeigt, wie neue Fertigungsansätze, Wiederaufbereitung und digitale Prozesse Effizienz grundlegend neu denken.
Klassische und neue Ansätze zusammengeführt
Mehrere Beiträge zeigen, wie klassische und neue Ansätze zusammengeführt werden. So verbinden Leon Engelhardt und Tobias Schwanekamp (TIP der Rheinischen Hochschule Köln) additive Fertigung mit lokalem Härten beim Laserschmelzen von Werkzeugstahl und adressieren damit die gezielte Beeinflussung von Materialeigenschaften direkt im Fertigungsprozess. Manuel Nau (ANDREAS MAIER GmbH & Co. KG) richtet den Blick auf Lösungen im Post‑Processing des 3D‑Drucks und damit auf einen Bereich, der für die industrielle Nutzung additiver Verfahren weiter an Bedeutung gewinnt.
Steigerung der Produktivität im bestehenden Prozessumfeld
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Ansätze zur Steigerung der Produktivität im bestehenden Prozessumfeld. Dr. Rainer Krug (Renishaw GmbH) beschreibt Impulse für eine „Produktivität neu definieren“, während Matthias Wolf (Bosch Rexroth AG) innovative Lineartechnik zur Optimierung von Bewegungsabläufen und Prozessen adressiert.
Gleichzeitig rücken Aspekte wie Lebensdauer und Wiederverwertbarkeit stärker in den Mittelpunkt. Roman Weng (OSG GmbH) zeigt, welchen Beitrag professionelles Nachschleifen leisten kann, um Werkzeugkosten und Gesamtprozess im Griff zu behalten. Dr. Heiko Frank (GFE – Schmalkalden e.V.) beleuchtet die Aufbereitung von Zerspanungswerkzeugen als wirtschaftlich relevante Option, während Sebastian Oeking (ISCAR Germany GmbH) mit „MAXOUT – Effizient durch die Rohstoffkrise“ den Bogen zu einer ressourcensensiblen Fertigung spannt.
Impulse für die eigene Fertigung ableiten
In der Zusammenführung dieser Perspektiven wird deutlich, wie breit der Effizienzbegriff mittlerweile gefasst werden muss: von neuen Fertigungstechnologien über prozessnahe Optimierung bis hin zu Fragen der Wiederaufbereitung und Rohstoffnutzung. Für das Fachpublikum bietet das Technologieforum damit die Möglichkeit, unterschiedliche Ansätze in ihrem Zusammenhang zu betrachten und einzuordnen – und daraus Impulse für die eigene Fertigung abzuleiten.
Veranstaltungshinweis: VDMA-Technologieforum
Vom 15. bis 18. September 2026 schafft das VDMA-Technologieforum auf der AMB in Stuttgart eine Plattform für den fachlichen Austausch über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen in der Metallbearbeitung.
Dort präsentieren VDMA-Mitgliedsunternehmen und Partnerinstitute ihre neuesten Entwicklungen und praxisnahen Lösungen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Qualitätssicherung in der Fertigung, die Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe, kosteneffiziente Fertigungsprozesse, Rohstoffe, Resilienz und Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Automation.
Besucherinnen und Besucher erwartet ein spannendes und vielseitiges Programm mit wertvollen Impulsen für die industrielle Praxis.
Text: VDMA e.V.
