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Bitkom zur Wirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung

by Redaktion
  • Beschleunigte Digitalisierung trägt entscheidend zum Klimaschutz bei
  • Präsident Berg: „Gute Digitalpolitik ist die beste Wirtschafts- und Klimapolitik“

Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, stellt heute in einer Regierungserklärung im Bundestag die Grundzüge der Wirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung vor. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck will die Dekarbonisierung der Wirtschaft massiv beschleunigen. Dabei muss die Digitalisierung stärker mitgedacht und mitberücksichtigt werden. Unsere Zukunft ist grün und digital. Das ist kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch. Klimaschutz und Digitalisierung sind keine Widersprüche. Im Gegenteil: Sie bedingen einander. Wir werden unsere ehrgeizigen Klimaziele nur erreichen, wenn wir in digitale und klimaschonende Technologien investieren. Eine gute Digitalpolitik ist zugleich die beste Wirtschafts- und Klimapolitik.

Eine Bitkom-Studie zeigt: Je entschlossener und konsequenter wir digitalisieren, desto stärker die Effekte für das Klima. Mehr als ein Drittel der CO2-Einsparziele 2030 sind allein mit einer beschleunigten Digitalisierung realisierbar. Am größten sind die Einsparpotenziale in der industriellen Fertigung, in der Mobilität und im Energiesektor. Die angekündigten Superabschreibungen für Klima und Digitalisierung sind dabei ein wichtiger erster Schritt. Ergänzend sollte ein entsprechendes Programm für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgelegt werden, um Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Alltag zu fördern. Um die digitale Souveränität zu stärken, sollten die Standortbedingungen für Rechenzentren verbessert und in Deutschland und Europa das Ökosystem zur Herstellung von Halbleitern gefördert werden.

Die Digitalbranche ist mit aktuell 1,2 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem jährlichen Beschäftigungszuwachs von derzeit 40.000 Jobs Deutschlands stärkster Jobmotor. Dabei können quer durch alle Branchen 96.000 IT-Jobs wegen des Fachkräftemangels nicht besetzt werden. Die Bedeutung der Digitalisierung für den Wirtschaftsstandort Deutschland wird weiter zunehmen – und doch sind vier von fünf Unternehmen der Ansicht, dass wir bei der Digitalisierung den Anschluss an die USA und China verloren haben. Umso wichtiger ist es, dass das Bundeswirtschafts­ministerium neben der Dekarbonisierung auch die Digitalisierung nach Kräften fördert.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben zum CO2-Einsparpotenzial der Digitalisierung ist die Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom von Accenture durchgeführt wurde.

Text: Bitkom – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

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