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Fraunhofer Institute erhalten 80 Mio. Euro für Brennstoffzellenproduktion

by Hendrik Zech

Volker Wissing: Mehr klimafreundliche Alternativen für Lkw

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) fördert den Hochlauf der Brennstoffzellenproduktion für den Schwerlastverkehr in Deutschland. Bundesminister Dr. Volker Wissing hat heute in Berlin einem Zusammenschluss aus 19 Fraunhofer Instituten einen Förderbescheid über 80 Millionen Euro für das Projekt »H2GO – Nationaler Aktionsplan Brennstoffzellen-Produktion« übergeben. Das Vorhaben wird mit Mitteln aus dem „Zukunftsfond Automobilindustrie“ gefördert.

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr:

„Die Allianz mit der Fraunhofer-Gesellschaft hebt die Entwicklung der Brennstoffzellenproduktion auf ein neues Level. Mit unserer Förderung wollen wir dabei helfen, aus der erfolgreichen Forschung und Entwicklung marktfähige Produkte im Bereich der Brennstoffzellentechnologie zu generieren – und das möglichst im industriellen Maßstab. Die erarbeiteten Lösungen werden allen beteiligten Partnern in einer virtuellen Referenzfabrik digital zur Verfügung gestellt. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Industrie und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Kosten für Wasserstofffahrzeuge im Schwerlastverkehr deutlich zu reduzieren. Hier brauchen wir dringend klimafreundliche Angebote“

Wachsende Verkehre im Straßengüterverkehr führen noch immer zu einem Anstieg der CO2-Emissionen – trotz Fortschritten bei Verbrauch und Abgastechnik. Der Bedarf, Alternativen zu fossilen Energieträgern zu entwickeln, ist daher besonders im Schwerlastverkehr groß.

Mit dem Projekt H2GO fördert das BMDV die Bündelung der Aktivitäten von 19 Fraunhofer-Instituten in insgesamt 9 Bundesländern. Die 19 Institute arbeiten daran, die Voraussetzungen für eine effiziente Großserienfertigung von Brennstoffzellen zu schaffen, die an Bord eines Fahrzeugs Wasserstoff in Strom umwandeln. H2GO richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen, die die gesamte Wertschöpfungskette der Brennstoffzellen-Produktion abbilden – von der Fertigungstechnologie über den Maschinen- und Anlagenbau bis hin zur fahrzeugseitigen Anwendung im Schwerlastverkehr.

„Wasserstoff ist ein Schlüsselelement der Energiewende. Damit sich Wasserstoff als Energieträger flächendeckend durchsetzen kann, gilt es ihn zu marktwirtschaftlichen Preisen, in ausreichender Menge und klimaneutral herzustellen und mit hoher CO2-Minderungsquote zu verwenden. Im Schwerlastverkehr sind dafür insbesondere kostengünstige, robuste Technologien zur wirtschaftlichen Produktion von Brennstoffzellen erforderlich,“

sagt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

„H2Go wird einen entscheidenden Beitrag leisten, Brennstoffzellen wirtschaftlich und in industrieller Serie zu produzieren. Dies wird uns nicht nur klimapolitisch einen wichtigen Schritt voranbringen, sondern die Brennstoffzellenproduktion zu einem zentralen Kompetenzfeld des Standorts Deutschland und Europa ausbauen.“

Die 19 Fraunhofer-Institute werden gemeinsam mit lokalen Netzwerken neue Fertigungslösungen in regionalen Technologiehubs entwickeln. Mit einer übergeordneten »Virtuellen Referenzfabrik« sollen allen beteiligten Partnern die digitalen Abbilder der entwickelten Produktionslösungen zur Verfügung gestellt werden. Damit wird eine virtuelle Referenzarchitektur für die Brennstoffzellen-Produktion geschaffen.

Zum Zukunftsfonds Automobilindustrie

Der Zukunftsfonds Automobilindustrie wurde 2020 im Rahmen der Konzertierten Aktion Mobilität der Bundesregierung eingesetzt, um die Transformation der Automobilindustrie hin zu nachhaltiger und digitaler Mobilität zu begleiten. Insgesamt stehen in diesem Rahmen eine Milliarde Euro bis 2025 für die Digitalisierung der Automobilindustrie, die Stärkung nachhaltiger Wertschöpfungsketten der Mobilität der Zukunft sowie Transformationshubs zur Verfügung.

Text: Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)

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