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„Zeitarbeit als Problemlöser muss in der Politik einen noch wichtigeren Stellenwert bekommen.“

by Redaktion

Die Verdienste und Potenziale der Zeitarbeitsbranche waren ein zentrales Thema der neuen Podcast-Folge des „Truchseß + Brandl Business Talk“ mit Florian Swyter. Der BAP-Hauptgeschäftsführer machte hier deutlich, welche wichtigen Impulse die Branche bereits gesetzt hat und betonte: „Die Zeitarbeit spielt neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung auch eine ganz wichtige sozialpolitische Rolle, zum Beispiel bei der Integration von geflüchteten Menschen. Keine andere Branche war so agil und aufnahmebereit. Sogar im Krisenjahr 2020 haben wir über 30 Prozent der Geflüchteten in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gebracht. So viel wie keine andere Branche.“ 

Dies sei nur eines von vielen Beispielen dafür, warum die Zeitarbeit in der Politik einen wichtigeren Stellenwert als gleichberechtigte und zukunftsfähige Branche bekommen müsse: „Sie ist Problemlöser und Helfer. Wir wollen, dass die richtigen Menschen am richtigen Ort Arbeit sowohl in festen wie auch in flexiblen Formen finden. Dabei deckt die Zeitarbeit das ganze Spektrum vom ungelernten Helfer bis zum hochqualifizierten Spezialisten ab.“ 

Swyter machte deutlich, dass der Begriff der Zeitarbeit für die Branche dabei mittlerweile zu eng gefasst ist: „Wir sind Personaldienstleister, die über ganz spezielles Wissen im Recruiting verfügen. Dadurch kann keine andere Branche so schnell und effektiv Personal besetzen. Diese Expertise wird aufgrund des weiter zunehmenden Fachkräftemangels eine immer größere Rolle spielen.“  Gleichzeitig seien die Zeitarbeitsunternehmen aber auch Krisenmanagement-Spezialisten. Wenn die Konjunktur nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder richtig anspringe, dann seien sie besonders gefragt, „denn sie sind Spezialisten darin, dank ihrer Flexibilität bestehende Unsicherheiten bei den Kundenunternehmen zu überwinden.“

Ein weiteres Thema des Podcasts waren Weiterbildungsmöglichkeiten für Zeitarbeitskräfte, die noch intensiver beworben und genutzt werden sollten, da „qualifizierte Mitarbeiter eine gut angelegte Investition in das Unternehmen, in die Branche und letztlich für uns alle sind“, wie Swyter bekräftigte. Auch wurde die Funktionsweise und der Stellenwert von politischer Lobbyarbeit im BAP debattiert. „Es ist eine facettenreiche Kernaufgabe unseres Verbands, sich mit Politik auseinanderzusetzen“, betonte Swyter. „Obwohl die verschiedenen Anliegen selbst nicht geheim sind, ist Vertrauen eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Gespräche mit politischen Vertretern. Daher ist es eine Gratwanderung, einerseits offen zu informieren und wichtige Fakten und Forderungen in der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und andererseits die Vertraulichkeit von politischen Gesprächen und deren Inhalten zu wahren.“   

Text & Bild: Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP)

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